Fugensanierung bei Hitze:
Bituminös vs. Kunststoff im Vergleich
Wenn Hitze auf das Bauteil Verkehrsfläche trifft
Der aktuelle Sommer zeigt es deutlich: Hitzeperioden werden häufiger, intensiver und länger. Was für Menschen unangenehm ist, stellt auch für Verkehrsflächen eine reale Belastung dar – insbesondere für Fugen. Für Betreiber von Industrie- und Logistikarealen, öffentliche Bauherrschaften sowie Transport- und Verkehrsunternehmen, die Betonflächen verantworten, ist das ein Thema mit direktem Einfluss auf Betrieb und Lebenszyklus.
Das Problem: Ausdehnung durch Hitze/Kälte
Jegliche Oberflächen reagieren auf Temperaturschwankungen mit Bewegung und damit einhergehend treten Spannungen auf. An heissen Tagen dehnen sich die einzelnen Betonplatten aus, wodurch die Fugen dazwischen zusammengedrückt werden. Diesem Druck bzw. bei Kälte Zug muss das Fugenmaterial standhalten können – ohne dabei seine Funktion über Ihren Lebenszyklus hin, zu verlieren.
Genau hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den gängigen Materialien.
Bituminöse Fugen vs. Kunststofffugen im Vergleich
Auf den Bildern ist der Unterschied klar erkennbar: Die bituminöse Fugenmasse quillt unter dem Ausdehnungsdruck sichtbar aus der Fuge heraus. Das Material verformt sich, tritt über die Plattenoberfläche hinaus. Die heutigen bituminösen Produkte werden durch diese Hitzewellen so stark belastet, dass Ihre Rückstellkraft nicht mehr genügend ist. Bei permanent befahrenen Betonbelägen bzw. Fugen wird der Überstand/Wulst durch die Radlast einmassiert.
Die Kunststofffuge hingegen bleibt auch unter den gleichen Bedingungen in Form. Sie sitzt exakt in der vorgesehenen Fugenbreite, ohne auszutreten oder ihre Struktur zu verändern. Sein Verformungsverhalten ist aufgrund der besseren Kohäsion und Adhäsion um einiges dauerhafter und weniger problematisch bei Hitzeperioden.
Warum das mehr als nur ein optisches Thema ist
Der Unterschied ist nicht nur äusserlich sichtbar, sondern hat konkrete praktische Auswirkungen:
- Langlebigkeit der Fuge: Wiederholtes Herausquellen bei Hitze und Zurückziehen bei Kälte schwächt bituminöses Material auf Dauer, es wird spröde und verkürzt in dessen Funktion seine Lebensdauer.
- Zustand der gesamten Fläche: Beschädigte Fugen können langfristig zu Frostschäden an der Betonoberfläche oder zu Undichtigkeit führen.
- Betrieblicher Alltag: Aus der Fuge austretendes Material kann zu einer unebenen Oberfläche führen – ein Aspekt, der auf befahrenen oder stark frequentierten Arealen wie Werkhöfen, Verlade- und Lagerflächen oder öffentlichen Plätzen besonders ins Gewicht fällt.
Unser Fazit
Angesichts zunehmend heisser Sommer lohnt es sich, die Wahl des Fugenmaterials bei Neubau- und Sanierungsprojekten genau zu evaluieren. Kunststofflösungen bieten eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber thermischer Belastung und sichern damit sowohl die Optik als auch die Funktionalität der Fläche über einen längeren Zeitraum.
Wir bei RSAG Nord beschäftigen uns laufend mit solchen Detailfragen in der Verkehrsflächensanierung – denn oft sind es genau diese kleinen Elemente, die über die Langlebigkeit einer ganzen Fläche entscheiden. Das gilt für private Industrie- und Gewerbeareale ebenso wie für Flächen im öffentlichen Raum oder im Betrieb von Transport- und Logistikunternehmen.
Stellen Sie sich ähnliche Fragen zum Zustand Ihrer Fugen?
Wir beraten Sie gerne zu geeigneten Materiallösungen für Ihre Anforderungen.



